Der Einzug eines Welpen ist ein emotionales Ereignis. Mit der richtigen Vorbereitung und viel Geduld legen Sie in den ersten Tagen den Grundstein für eine lebenslange Bindung.
Die ersten 24 Stunden: Ankunft im neuen Zuhause
Für einen Welpen bedeutet der Auszug beim Züchter den Verlust seiner vertrauten Umgebung und Geschwister. Gehen Sie den ersten Tag daher besonders ruhig an.
- Der erste Weg: Lassen Sie den Welpen nach der Ankunft sofort an seinem künftigen Löseplatz im Garten oder vor dem Haus schnüffeln.
- Hausführung an der Leine: Führen Sie den kleinen Hund angeleint durch die Räume. So verhindern Sie, dass er vor lauter Aufregung unkontrolliert in Ecken uriniert.
- Ruheinseln schaffen: Zeigen Sie ihm seinen Schlafplatz, aber bedrängen Sie ihn nicht. Er entscheidet, wann er sich dort hinlegt.
Sicherheit geht vor: Das welpensichere Haus
Bevor der neue Mitbewohner einzieht, sollten Sie Ihre Wohnung aus der "Hundeperspektive" betrachten. Welpen erkunden ihre Welt mit dem Maul.
Checkliste für die Sicherheit
| Gefahrenquelle |
Maßnahme |
| Stromkabel |
Hinter Leisten verstecken oder Kabelschutz nutzen. |
| Zimmerpflanzen |
Giftige Pflanzen (z.B. Efeu, Ficus) außer Reichweite stellen. |
| Treppen |
Mit Schutzgittern sichern, um Stürze zu vermeiden. |
| Kleinteile |
Kinderspielzeug oder Dekoration wegräumen (Verschluckungsgefahr). |
Die ersten Nächte: Nähe schafft Vertrauen
In den ersten Nächten sollte der Welpe nicht alleine schlafen müssen. Die Einsamkeit kann Trennungsängste schüren.
Expertentipp: Stellen Sie das Körbchen oder eine offene Box direkt neben Ihr Bett. So können Sie Ihre Hand herabhängen lassen, wenn der Welpe unruhig wird. Das gibt ihm die nötige Sicherheit der "Ersatz-Hundemutter".
Stubenreinheit von Anfang an trainieren
Geduld ist hier das Zauberwort. Ein Welpe kann seine Blase physisch erst ab der 14. bis 16. Woche zuverlässig kontrollieren. Dennoch beginnt das Training am ersten Tag.
Bringen Sie den Welpen nach jedem Schlafen, Fressen und Spielen nach draußen. Loben Sie ihn überschwänglich, wenn das Geschäft an der richtigen Stelle erledigt wurde. Missgeschicke im Haus sollten kommentarlos bereinigt werden – Schimpfen schadet nur dem Vertrauensverhältnis.
Besuchsverbot in der ersten Woche?
Auch wenn Freunde und Verwandte den Familienzuwachs sofort sehen möchten: Gönnen Sie dem Welpen mindestens drei bis fünf Tage reine Familienzeit. Überforderung durch zu viele Reize führt oft zu Schlafmangel und überdrehtem Verhalten.
Fazit: Struktur gibt Sicherheit
Feste Fütterungszeiten, regelmäßige Ruhephasen und klare Regeln helfen dem Welpen, sich in seiner neuen Welt zurechtzufinden. Je berechenbarer Sie für das Tier sind, desto schneller wird es sich einleben.