Unterwolle entfernen

Unterwolle entfernen

Das Entfernen der Unterwolle, auch Carding genannt, ist wichtig, um diverse Hautkrankheiten und -entzündungen durch Parasiten und Krankheitskeime zu vermeiden. Zudem verhindert es, dass sich übermäßige Wärme im dichten Fell Ihres Hundes anstaut. Nebenbei erleichtert es Ihnen die Säuberung der Umgebung.

Entfernt ein Hundefriseur regelmäßig die Unterwolle Ihres Lieblings, verliert dieser wesentlich weniger Haare. So ist Ihr Haus schneller sauber und Sie können sich schneller auf das wirklich Wichtige konzentrieren und die Zeit, die Sie sonst zum Saugen und Fernsehen verbrauchen, beispielsweise für einen schönen Spaziergang mit Ihrem Liebling nutzen.

Mit dem Trimmen ist besonders Golden Retrievern, Hütehunden und Mischlingen mit einer ähnlichen Fellbeschaffenheit ein großer Dienst getan.

Unterwolle beim Hund richtig entfernen: Tipps für ein gesundes Fell

Starker Haarausfall und Juckreiz? Erfahren Sie, warum das Entfernen der Unterwolle (Carding) für die Gesundheit Ihres Hundes entscheidend ist und wie Sie es richtig machen.

Was ist Unterwolle und warum muss sie raus?

Viele Hunderassen besitzen ein doppelschichtiges Haarkleid: das schützende Deckhaar und die dichte, weiche Unterwolle (Subcutis). Besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst verliert der Hund massenhaft diese feinen Härchen.

Bleibt die abgestorbene Unterwolle im Fell, kann die Haut nicht mehr atmen. Die Folge sind:

  • Verfilzungen und unangenehmer Geruch
  • Hitzestau im Sommer
  • Juckreiz und Hautentzündungen (Hot Spots)
  • Erhöhter Parasitenbefall

Carding: Die Technik des Entwollens

Das fachgerechte Entfernen der Unterwolle wird in der Fachsprache Carding genannt. Im Gegensatz zum Scheren wird hierbei das Haar nicht gekürzt, sondern das lose, tote Haar sanft aus dem Fell gezogen. Das Deckhaar bleibt intakt und behält seine Schutzfunktion gegen UV-Strahlung und Nässe.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Zuhause

  1. Vorbereitung: Bürsten Sie das Fell zunächst grob durch, um oberflächliche Knoten zu lösen.
  2. Das richtige Werkzeug: Nutzen Sie eine Unterwollbürste (z. B. einen Coat King oder eine spezielle Zupfbürste). Achten Sie darauf, dass die Klingen nicht scharfkantig sind, um die Haut nicht zu verletzen.
  3. Sanfter Druck: Arbeiten Sie sich partienweise vor. Setzen Sie das Werkzeug flach an und ziehen Sie es in Wuchsrichtung durch das Fell.
  4. Kontrolle: Sobald kaum noch graue, matte Haare im Kamm hängen bleiben, ist die Partie fertig.

Empfohlene Werkzeuge nach Felltyp

Felltyp Beispiel-Rasse Empfohlenes Werkzeug
Stockhaar Schäferhunde, Labradore Striegel, De-Shedding-Tool
Langhaar Golden Retriever, Aussies Coat King, Unterwollrechen
Rauhhaar Terrier, Schnauzer Trimmmesser (Zupfen)

Häufige Fehler beim Entwollen

Vorsicht beim Scheren: Viele Besitzer glauben, eine Schur würde dem Hund Kühlung verschaffen. Doch ohne das Entfernen der Unterwolle bleibt der „Filzpanzer“ bestehen. Zudem kann Scheren bei manchen Rassen die Fellstruktur dauerhaft schädigen.

Fazit: Weniger Haare in der Wohnung, ein glücklicher Hund

Regelmäßiges Entwollen spart Ihnen nicht nur Zeit beim Staubsaugen, sondern steigert das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners erheblich. Wenn Sie unsicher sind, empfiehlt sich der Gang zum professionellen Hundesalon, um die passende Technik für Ihre Rasse zu erlernen.

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